1/2" CCD-S/W-Überwachungskamera
Aufösung: 570 Linien
0,0003 Lux bei F1.4

MULTIEYE
Hybrid-Rekorder
Business I mit 9
aktiven Eingängen
davon 8 analoge
(erweiterbar bis auf 16
durch REC EX-4)
Rekorder im Onlineshop
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Mit dem HDcctv Standard macht sich eine Technologie auf, die analoge PAL-Welt in das digitale High Definition Zeitalter zu überführen, ohne auf IP-basierte Infrastrukturen zurückzugreifen. HDcctv verwendet zur Über-tragung Koaxkabel und BNC-Stecker und lässt sich somit eine entsprechende Kabelqualität vorausgesetzt – in vorhandene analoge Systeme integrieren oder kann diese sogar vollständig ersetzen.
Mit dem Aufkommen und der rasanten Verbreitung der IP-basierten Videoüberwachung war man bereits versucht, einen Abgesang auf das gute alte Koaxkabel anzustimmen. Hochaufgelöste Videobilder ließen sich nur über RJ-45 Kabel übertragen, und jeder, der Kameras mit einer Auflösung installieren wollte, die über das klassische PAL-Format hinausging, musste zwangsläufig seine Kenntnisse in Sachen Netzwerktechnik erweitern. Doch mit dem neuen HDcctv Standard erlangen Koaxkabel und BNC-Stecker an neuer Attraktivität, denn der Standard ermöglicht die aus dem Filmbereich bekannte Full-HD Auflösung von 1080p auch in der Videoüberwachung.
DIE Nachteile aanaloger Systeme behoben. Der HDcctv-Standard wurde von dem Australier Todd Rockoff ins Leben gerufen, der über die 2009 gegründete HDcctv Alliance international führende Hersteller zur Unterstüt-zung dieses neuen Formats gewinnen konnte. Derzeit gehören über 50 Mitglieder der Alliance an. Ziel des Stan-dards ist es, digitale, hochaufgelöste Signale nach dem Plug & Play Prinzip über vorhandene Koaxkabel zu leiten und den Nachteil analoger Systeme die im Vergleich zu IP-basierten Lösungen geringere Auflösung zu beheben. Der HDcctv Standard basiert auf HD-SDI (High Definiti-on Serial Digital Interface) und dem damit verbundenen SMPTE-Standard, der für das Fernsehen entwickelt wurde, um hochaufgelöste Bildsignale unkomprimiert zu über-tragen. Auch wenn sich über HD-SDI-Verbindungen neben Bild und Ton ebenfalls Metadaten, wie z.B. Text, übertragen lassen, müssen an den Einsatz dieses Standards in der Videoüberwachung noch weitere Anforderungen gestellt werden: Die verzögerungsfreie Realisierung von PTZ-Funktionen, Betriebsspannung über Koaxkabel (vergleichbar mit PoE im IP-Bereich) oder bidirektionale Audioübertragung sind hier beispielhaft zu nennen, die in absehbarer Zeit realisiert werden sollen.
Qualität der Kabel entscheidend Nicht jedes Koaxkabel kann für HDcctv verwendet wer-den. Als Mindestqualitätsanforderung wurde „kabelfernsehtauglich“ definiert, was der amerikanischen Qualitätsbeschreibung RG59 entspricht, noch besser sind Kabel der Standards RG6 und RG11. Alte oder minderwertige Koaxkabel eignen sich nicht für die Übertragung der hochaufgelösten CCTV-Bilder. Daher sollte unbedingt getestet werden, ob die verlegten Kabel den qualitativen Ansprüchen genügen, bevor man sich dazu entscheidet, ein vorhandenes Koaxkabelnetz mit HDcctv-Geräten zu betreiben. Denn nicht überall, wo analoges CCTV heute reibungslos funktioniert, kann einfach auf HDcctv umgestiegen werden. Da in Deutschland allerdings zumeist RG59 Kabel verbaut wurden, dürfte HDcctv an den meisten Standorten funktionieren. Mit einem RG59 Kabel lassen sich Entfernungen von bis zu 100 Metern überbrücken. Größere Entfernungen können heute bereits durch die Verwendung von zwischengeschalteten Repeatern realisiert werden. In Kürze wird aber auch ein Longdistance Mode einsetzbar sein, der bei einer leichten Komprimierung und einer Reduzierung auf 270Mbit – bis zu 300 Meter auch ohne Repeater möglich machen wird. Neben der Möglichkeit, eine vorhandene Verkabelung nutzen zu können, bietet HDcctv noch weitere Vorteile: Auf der Hand liegt die im Vergleich zu analogen Systemen hohe Auflösung und damit detaillierte Bildqualität. Daneben ist die Installation nach dem Plug & Play Prinzip möglich, die keine Netzwerkkenntnisse erfordert. Zudem erfolgt die Bilddarstellung ohne Verzögerung wie auch die Ausführung von z.B. PTZ-Funktionen.
Neue Anforderungen an Recorder und Monitore An die Aufzeichnung bzw. die an das System angeschlossenen Rekorder werden höhere Anforderungen gestellt. PAL-Rekorder können das digitale HD-Signal nicht verarbeiten, so dass spezielle HDcctv zertifizierte Rekorder zum Einsatz kommen müssen. Die höhere Auflösung und die daraus resultierenden größeren Datenmengen an aufgezeichnetem Material erfordern darüber hinaus die Verwendung von Festplatten mit hohen Speicherkapazitäten. Die Bilddarstellung erfolgt im 16:9 Format, so dass auch ein entsprechender Monitor zum Einsatz kommen sollte und keiner mit 4:3-Format ein Trend, der sich aber ohnehin durchsetzen wird, da auch im IP-Bereich vermehrt Kameras mit 720p oder 1080p eingesetzt werden.
Konkurenz für IP-Bsierte Lösungen ??? Stellt der Standard eine ernstzunehmende Konkurrenz für IP-basierte Lösungen dar? Eine klare Antwort hierauf zu ge-ben ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt kaum möglich, da HDcctv gerade erst marktfähig geworden ist und sich daher über die Akzeptanz noch wenig sagen lässt. Es ist aber zu vermuten, dass beide Technologien in keinen direkten Konkurrenzkampf treten werden, da HDcctv sich eher an bestehende analoge Systeme richtet, IP-Lösungen hingegen an Neuinstallationen. Zudem handelt es sich bei HDcctv, wie der Name nahe legt, um in der Regel geschlossene Systeme. Möchte man also verteilte Standorte zentral überwachen, bietet sich in erster Linie die Netzwerktechnologie an.
Datenblatt SRD-480D 4-Kanal-Digitalrecorder
Text: VIEW | 04 | 2011 |